CMA CGM transportiert mehr und bleibt dabei profitabel

Der französische Schifffahrtskonzern CMA CGM hat sein Transportvolumen im vergangenen Jahr deutlich gesteigert.

Wie die weltweite Nummer drei unter den Containerreedereien jetzt mitteilte, lag das Volumen bei 13 Millionen TEU. Das sind 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zum Zuwachs trugen sowohl die Anfang 2015 eingegangene Allianz mit China Shipping und UASC als auch eine stärkere Nachfrage in den USA bei. Beim Umsatz mussten die Franzosen jedoch Einbußen hinnehmen: 15,7 Milliarden Dollar bedeuten gegenüber 2014 einen Rückgang um 6,4 Prozent. Das ist insbesondere auf die niedrigen Frachtraten zurückzuführen. Der Rückgang beim Nettogewinn fiel mit 2,9 Prozent auf 567 Millionen Dollar nicht ganz so hoch aus.

Die Überkapazitäten in der Containerschifffahrt bleiben bestehen. Dazu trägt nicht zuletzt das Flottenwachstum von CMA CGM bei. Die Flotte des Konzerns wuchs im vergangenen Jahr von 445 auf 471 Einheiten. Die Flottenkapazität legte um 14,8 Prozent auf 1,9 Milliarden TEU zu.

„Der Jahresbeginn 2016 war zäh und von unter Druck stehenden Frachtraten gekennzeichnet“, stellt CMA CGM fest. Die Reederei verstärke deshalb ihre Anstrengungen, Dienstleistungen und Kosten an die Gegebenheiten anzupassen. Ein Beispiel: Im Februar hatte das Unternehmen einen neuen Versuch unternommen, auf den Strecken von Asien nach Nordeuropa die Raten anzuheben. 900 Dollar pro TEU veranschlagte CMA CGM für den Beginn des nächsten Monats. Dabei hatte es im Dezember auf diesen Strecken bereits eine Erhöhung auf 1200 Dollar gegeben. Doch gleich dar auf waren die Raten erneut auf unter 800 Dollar zurückgegangen (THB 16. Februar 2016).

Im Zentrum der Bemühungen steht jedoch die geplante Übernahme von Nep tune Orient Lines (NOL). Der französische Konzern kaufte vor kurzem weitere 4,5 Millionen Aktien der in Singapur ansässigen Reederei. Mit einem Paket von 108,4 Millionen NOL-Aktien übersprang CMA CGM damit die Marke von vier Prozent. Mit der Zustimmung der zuständigen Behörden für die Übernahme rechnet CMA CGM bis Mitte dieses Jahres. Für CMA CGM würde dieser Deal den Abstand zu den Marktführern Maersk und MSC verringern.

Mit COSCO führt CMA CGM derzeit Gespräche über eine mögliche Allianz. Auch Evergreen Line und OOCL sollen möglicherweise ins Boot geholt werden. Bündnispläne mit der Islamic Republic of Iran Shipping Lines (IRISL) hatten die Franzosen zuletzt dementiert, nachdem entsprechende Gerüchte aus China durchgedrungen waren (THB 8. März 2016). fab

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