Containerfrachter gekapert

Nur wenige Tage nach der Kaperung des türkischen Produktentankers „Puli“ ist nun ein weiteres Schiff vor der Küste Nigerias von Piraten aufgebracht worden. Laut Informationen des in Ghana ansässigen Maritime Trade Information Sharing Centre (MTISC-GOC) wurde der 4300-TEU-Containerfrachter „CMA CGM Turquoi se“ etwa 30 Seemeilen vor der Mündung des Niger von Piraten gekapert. Das Schiff war auf dem Weg vom nigerianischen Hafen Lagos nach Douala in Kamerun.

Zwar konnte der Kapitän offenbar noch ein Notsignal abgeben, die Crew wurde aber auf ihrem Weg in den Sicherheitsraum von den Piraten, die offenbar verhältnismäßig schnell aufgeentert hatten, als Geiseln genommen. Die „CMA CGM Turquoise“ ist derzeit an die Dioryx Maritime Corporation verchartert.

Laut Dioryx haben die Piraten das Schiff mit einem halben Dutzend Geiseln zwischenzeitlich wieder verlassen. Die nigerianische Küstenwache hat die Suche nach den Piraten aufgenommen.

Seit einiger Zeit häufen sich im Golf von Guinea wieder Piratenübergriffe. Waren bis vor einigen Jahren die massiven Umweltverschmutzungen im Nigerdelta durch Ölmultis wie Shell der Hauptgrund für das Abwandern der lokalen Bevölkerung in die Piraterie, hat sich die Situa tion zwischenzeitlich grundlegend verändert. Terroristen aus dem Umfeld der radikalislamistischen Boko Haram gelten mittlerweile als Drahtzieher. Ihr Ziel ist es, den wirtschaftlichen Aufschwung Nigerias massiv zu stören. pk

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