COSCO sondert 14 Frachter aus

Im Wettbewerb um große und effiziente Schiffe greift jetzt auch COSCO ins Geschehen ein, Foto: Hasenpusch
Die chinesische Reederei COSCO trennt sich von weiteren 14 Carriern, um die eigene Flotte zu modernisieren: 13 Bulker und ein Containerschiff sind für den Abbruch vorgesehen.
Damit verlässt ein Volumen von insgesamt 924.700 tdw den Markt. COSCO erhält zwar einen Schrottwert von 33,93 Millionen Dollar, hatte aber offenbar höhere Schiffswerte in den Büchern stehen und muss aus dem Deal deshalb einen Verlust buchen. Zu Beginn des Jahres hatte COSCO bereits drei Massengutschiffe und fünf Containerfrachter zum Abbruch geschickt.
Auf der einen Seite sortieren die Chinesen unter den älteren Einheiten ihrer Flotte aus. Auf der anderen Seite hat die Reederei ihre Zurückhaltung bei Neubestellungen aufgegeben und eine großvolumige Order in der Pipeline: Zehn 19.000-TEU-Frachter sollen in China für COSCO entstehen. Das Investitionsvolumen soll sich auf 1,4 Milliarden Dollar belaufen. Die Triple-E-Carrier sind für den Einsatz im Asien-Europa-Verkehr vorgesehen. Der offizielle Abschluss der Bestellung ist für Ende Mai vorgesehen.
So geht der Wettbewerb um immer größere und effizientere Schiffe in eine neue Runde. Orient Overseas Container Lines hatte zuletzt mit der Bestellung von sechs 21.100-TEU-Carriern für einen neuen Größenrekord gesorgt. Zuvor hatte MOL als erste Reederei einen Frachter jenseits der 20.000-TEU-Marke bestellt. Die französische Reederei CMA CGM traf mit Hyundai Heavy Industries eine Absichtserklärung für drei 20.500-TEU-Containerschiffe. Es müssen aber nicht immer die Megaliner sein, um die Flotte für die Zukunft zu rüsten. Rickmers hat die koreanische STX mit dem Bau von drei energieeffizienten Containerschiffen mit Kapazitäten von jeweils 9.300 TEU beauftragt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 260 Millionen Dollar. fab
