Der Höllenritt nach Havanna

Als Roger Klüh mit seiner „Apache Star“ durch die Bucht von Havanna peitscht, brandet an der Küstenpromenade der kubanischen Hauptstadt Jubel auf.

Tausende Menschen applaudieren dem Düsseldorfer, der mit seinem Rennboot gerade einen fast 60 Jahre alten Rekord für die 160 Kilometer lange Fahrt von den USA nach Kuba gebrochen hat.

Mehr als drei Jahre hatte sich Klüh auf seinen Rekordversuch in der Straße von Florida vorbereitet. Immer wieder jedoch lehnten die US-Behörden seinen Antrag auf eine Genehmigung der Fahrt von Key West nach Kuba ab. Erst die jüngste Entspannungspolitik machte das Projekt möglich. Gerade mal eine Stunde und 45 Minuten braucht der Sohn des millionenschweren Düsseldorfer Multidienstleisters Josef Klüh für die Fahrt. Der bisherige Rekord betrug sechs Stunden und 23 Minuten und stammt aus dem Jahr 1958.

Für seinen Höllenritt setzt der ehemalige Eishockey-Profi auf modernste Technik. Sein 15 Meter langes Rennboot verfügt über 2700 PS und ist bis zu 90 Knoten (167 Stundenkilometer) schnell. Ganz störungsfrei geht die Rekordfahrt trotzdem nicht über die Bühne. Zeitweise verliert das vierköpfige Team den Kontakt zum Begleithubschrauber. Zudem müssen die Männer unterwegs einen Motorschaden beheben. Den Rekord konnte Klüh dennoch nichts mehr nehmen. FBi/dpa

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