DNV GL stellt PSC-Werkzeugkasten vor

Immer wieder stellen Hafenstaatkontrollen (Port State Control, PSC) Schiffsbetreiber vor erhebliche Probleme. Jetzt hat DNV GL einen speziellen PSC-Werkzeugkasten entwickelt, der helfen soll, sich auf diese Überprüfungen vorzubereiten und die entsprechenden Kriterien besser zu verstehen.

Der Werkzeugkasten basiert auf den Erfahrungen, die die Klassifikationsgesellschaft in ihrer engen, technischen Zusammenarbeit mit der Hafenstaatkontrolle gesammelt hat. Nach Aussage des DNV GL gibt er einen umfassenden Überblick über die Aspekte, die sich die Kontrolleure genauer ansehen.

Mit Hilfe einer sogenannten PSC Guide Wizard Software lassen sich Checklisten generieren, die individuell an die Flotte des Kunden angepasst werden können. „Der Werkzeugkasten enthält außerdem ein Handbuch, das immer an Bord mitgeführt, bei der Einfuhr in den Hafen zu Rate gezogen und zu Trainingszwecken benutzt werden kann“, sagt Hagen Kruse, Regional QHSE & Production Manager Germany bei DNV GL.

Zu den am häufigsten registrierten Schwachstellen an Bord sollen nicht funktionstüchtige Feuerklappen und verschmutzte Maschinenräume gehören. „Aber auch scheinbar einfache Sachen wie ein fehlendes Gangway-Netz sind wichtig“, erläutert Karin Mikosch, Head of Section Chief Surveyor & Task Force bei DNV GL. „So etwas macht schon beim Anbordgehen einen schlechten Eindruck – und der erste Eindruck entscheidet oft da rüber, ob die PSC ihre Inspektion ausdehnt“, fügt sie hinzu.

Parallel zum neuen Werkzeugkasten arbeitet DNV GL an weiteren Angeboten im Bereich der Hafenstaatkontrollen. Dazu zählen unter anderem PSC-Trainings und eine mobile PSC-App, die derzeit zur Nutzung an Bord entwickelt wird. Darüber hinaus bietet das Unternehmen einen PSC Performance-Bericht, der unter Nutzung öffentlich zugänglicher Datenbanken anzeigt, welche Schiffe besonders häufig kontrolliert werden und welche Häfen „eine Herausforderung darstellen könnten“.

Jedes Handelsschiff, das einen fremden Hafen passiert, darf von den zuständigen staatlichen Behörden vor Ort überprüft werden, um zu verifizieren, ob sein Zustand und seine Ausstattung den internationalen Anforderungen entsprechen.

Bei diesen Untersuchungen stützen sich die Prüfkriterien der Inspektoren auf internationale maritime Konventionen zur Schiffssicherheit, zum Umweltschutz und zu den Arbeitsbedingungen an Bord. Werden diese Kriterien nicht erfüllt, kann es zu Verzögerungen kommen. Im schlimmsten Fall haben die Inspektoren sogar die Möglichkeit, das Schiff in die Kette zu legen. bre

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