Erneuter Streit um Gibraltar

Im Zuge der neu aufgeflammten diplomatischen Spannungen um das britische Überseegebiet Gibral tar hat die spanische Regierung jetzt Vorwürfe aus Großbritannien zurückgewiesen. London hatte die spanische Polizei am Sonntag der Verletzung der Hoheitsgewässer Gibraltars beschuldigt.

Für die spanische Regierung „handelt es sich um spanische Gewässer“, machte das Madrider Außenministerium deutlich. Die spanische Zollpolizei führe dort „Routinekontrollen zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten“ durch, wurde ein Ministeriumssprecher von spanischen Medien zitiert.

Die Regierung in London hatte zuvor vehement gegen das Vorgehen der spanischen Polizei protestiert. Ein Pa trouillenboot der spanischen Polizeieinheit sei bei der Bekämpfung von Drogenhandel und Geldwäsche in britische Hoheitsgewässer eingedrungen, erklärte das britische Außenministerium. Ein solches Vorgehen verstoße gegen internationale Gesetze und sei aus Sicht der Briten völlig inakzeptabel.

Spanien und Großbritannien streiten bereits seit Jahren über das im Süden der Iberischen Halbinsel gelegene und von 30.000 Einwohnern bevölkerte Territorium an der Schwelle zu Afrika. Dieses ist bereits seit 1713 britisch, wird aber von Spanien beansprucht.

Spanien wirft Großbritannien Kolonialismus und indirekt die Duldung von Schmuggel vor. Großbritannien pocht hingegen darauf, seine Rechte müssten re spektiert werden. dpa/bre

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