Euronav rutscht in Verlustzone
Die Tankerreederei hat aufgrund der schwachen Verfassung des Zielmarkts 2018 ein schwieriges Jahr hinter sich. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Antwerpen meldete für das Gesamtjahr einen Verlust von 110,1 Millionen Dollar – nach plus 1,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Allein auf das vierte Quartal bezogen sank der Gewinn von 19,4 auf 0,3 Millionen Dollar. Beim Umsatz legte Euronav auf das Gesamtjahr gesehen zu: von 513,4 auf 600 Millionen Dollar. Innerhalb des vierten Quartals gab es einen Anstieg von 118 auf 236 Millionen Dollar. Der Zusammenschluss mit Gener8 Maritime ist mittlerweile komplett vollzogen, teilt Euronav mit. In diesem Zusammenhang verkauften die Belgier sechs Großtanker aus der ehemaligen Gener8-Flotte an International Seaways für insgesamt 434 Millionen Dollar. Zur Euronav-Flotte zählen jetzt noch zwei ULCC-Einheiten, 43 VLCCs, 25 Suezmaxe und zwei FSO-Vessels. Für das laufende Halbjahr erwartet der Konzern einen großen Zufluss an VLCC-Neubauten, während Suezmaxe weniger zahlreich hinzukämen. Alte VLCCs würden derzeit so stark verschrottet wie schon seit 1985 nicht mehr. 2019 bedeute für die Frachtraten in den Tankermärkten einen Wendepunkt. fab
