Fehlstau auf der „One Grus“ mit Folgen

Der Containerfrachter „One Grus“ in Altenwerder, Foto: Hasenpusch
Was für ein Aufwand: Ein Fehlstau an Bord des Containerschiffes „One Grus“ (IMO 9806067) sorgte am Containerterminal Altenwerder in Hamburg am Mittwoch für jede Menge Mehrarbeit. 132 Containerbewegungen waren nach Angaben eines Sprechers der Wasserschutzpolizei nötig, um das Malheur zu beheben.
Bei einer Routinekontrolle an Bord des 364 Meter langen und 51 Meter breiten Schiffes hatten die Polizisten am Vormittag festgestellt, dass bei zwei Containern, die ordnungsgemäß als Gefahrgut deklariert waren, der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. In den Boxen – die „One Grus“ hat Platz für 14.000 TEU und war am Mittwochmorgen in Hamburg eingelaufen – sollten alkalische Waren und Säuren transportiert werden. Die Einhaltung eines Mindestabstands ist nötig, um im Fall einer Havarie chemische Reaktionen zwischen den Ladungsbestandteilen möglichst ausschließen und verhindern zu können. Gefährlich werden könnte so ein Fehlstau wie in diesem Fall vor allem, wenn noch metallische Stoffe einer anderen Box involviert würden.
Die Wasserschutzpolizei ordnete konsequent eine Umverteilung der Container an. Zu einer Verzögerung des für Donnerstag geplanten Auslaufens soll es wegen der Maßnahme nach Einschätzung der Beamten nicht kommen. Sie kontrollieren in den Häfen regelmäßig die Einhaltung der Ladungsvorschriften, um Transportsicherheit durchsetzen zu können. tja
