Finnlines steigert den Gewinn

Die Reederei Finnlines rüstet ihre Flotte für mehr Energieeffizienz und Kostenersparnisse um, Foto: Andreas
Die Reederei Finnlines hat im ersten Halbjahr 2015 einen Gewinn von 16,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Steigerung von gut neun Prozent. Der Umsatz kletterte um 6,7 Prozent auf 252 Millionen Euro.
Von April bis Juni 2015 erzielte das Unternehmen sein bestes Quartalsergebnis innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Das Ergebnis verbesserte sich auf 15,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand ein Gewinn von 14,7 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 135 Millionen Euro.
Das Tochterunternehmen der Grimaldi Gruppe will die Flotte weiter für einen effizienteren Treibstoffverbrauch umrüsten. „Unsere bisher unternommenen Anstrengungen in dieser Richtung haben schon Erfolge gezeigt“, sagte Emanuele Grimaldi, Präsident und CEO des Unternehmens, jetzt bei der Vorlage des Halbjahresberichts 2015. So hatte Finnlines mit dem RoRo-Schiff „Finnmerchant“ eine weitere Einheit mit einer Abgasfilteranlage ausgestattet. Die „Finnmerchant“ verkehrt auf der Strecke zwischen Rostock und Hanko. Auch Kostensenkungen tragen zur Bilanzverbesserung bei.
Finnlines plant eine wöchentliche Frachtschifflinie zwischen St. Petersburg und Rostock. Das ist für das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Russland als wichtigem Handelspartner von besonderer Bedeutung. Russland ist wegen seines Verhaltens in der Ukraine-Krise von der EU mit Sanktionen belegt worden. Im Gegenzug verhängte Moskau Einfuhrverbote für die EU. Dadurch war der Export aus Mecklenburg-Vorpommern nach Russland im ersten Quartal 2015 um fast die Hälfte eingebrochen. Die Einrichtung einer wöchentlichen Linienverbindung zwischen St. Petersburg und Rostock kann die Lage verbessern. fab


