Früherer Rettungskreuzer soll im Mittelmeer helfen

Nach der Flüchtlings-Hilfsorganisation „Sea Watch“ startet von Deutschland aus eine zweite private Initiative mit einem Rettungsschiff ins Mittelmeer. Der frühere Seenotrettungskreuzer „Minden“ soll ab März in der Ägäis Flüchtlinge retten. Ein Privatmann hat das Schiff zur Verfügung gestellt, erklärte Susanne Salm-Hain, eine der Initiatorinnen. Bis vor zwei Jahren war die „Minden“ vor Sylt im Einsatz. Danach hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger das 23 Meter lange Boot an den Privatmann verkauft. Im März soll das Schiff in Griechenland eintreffen.

Trotz rauer See versuchen weiter täglich Hunderte Migranten, über die Ägäis nach Griechenland zu gelangen. Erneut kenterten Schlauchboote und morsche Kähne vor den griechischen Inseln. Die Küstenwache rettete Hunderten das Leben.

An Bord von Fähren kamen jetzt mehr als 1600 Flüchtlinge in Piräus an. Allein am Montag brachte eine Fähre 1104 Flüchtlinge von den Inseln Chios und Lesbos nach Piräus. Am späten Sonntagabend war eine andere Fähre mit gut 500 Migranten von diesen Inseln in Piräus eingelaufen. Die Flüchtlinge waren zuvor von der Türkei auf die griechischen Inseln gelangt. Beamte der grie chischen Küstenwache und der europäischen Grenzagentur Frontex retteten nach Behördenangaben binnen 24 Stunden mehr als 500 Menschen aus den Fluten vor den Inseln Megisti, Kos, Samos, Leros, Chios und Lesbos. Seit Jahresbeginn sind auf den griechischen Inseln nach Angaben des UN-Hilfswerks UNHCR 10.153 Mi granten angekom men. FBi/dpa

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