Geldstrafe für DSD Shipping

Die norwegische Reederei DSD Shipping wurde in den USA zu einer Geldstrafe in Höhe von 2,5 Millionen Dollar verurteilt. Das teilte das United States Attorney’s Office Southern District of Alabama jetzt mit.

Das Unternehmen stand vor allem wegen Verstößen gegen Marpol-Umweltauflagen vor Gericht. Von dem norwegische Tanker „Stavanger Blossom“ (IMO 9337389) sollen von 2010 bis 2014 Rest ölmengen von bis zu 75.000 Litern direkt in die Ozeane entsorgt worden sein. Dar über hinaus seien die Öltagebücher des Schiffs falsch geführt worden. Im November 2014 hatte die US-Küstenwache Auffälligkeiten an Bord des 56.172-tdw-Schiffs festgestellt. Im Zuge der folgenden Ermittlungen sollte eine Mitteilung vom 29. Januar 2010 – von einem Schiffsmechaniker an die Reederei – eine ausschlaggebende Rolle spielen. Darin war bereits auf nicht funktionsfähige Ausrüstung zur Restölentsorgung hingewiesen worden. Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge seien jedoch keine Gegenmaßnahmen ergriffen worden. In den folgenden Jahren sei die „Stavanger Blossom“ mit ungenügendem Equipment gefahren – in den letzten zweieinhalb Monaten vor dem Arrest sei es dann zur tatsächlichen Ölverschmutzung gekommen.

Ein Teil der Geldstrafe, nämlich 500.000 Dollar, kommt der Dauphin Island Sea Lab Foundation für den Golf von Mexiko zugute. Außerdem wurden die Umweltauflagen der US Environmental Protection Agency (EPA) und eine dreijährige Bewährungsstrafe gegen das Unternehmen verhängt.

Zuletzt sah sich auch die Leeraner Reederei Briese Schiffahrt mit ähnlichen, wenngleich milderen Vorwürfen in den USA konfrontiert. Das Unternehmen musste 1,5 Millionen Dollar Strafe zahlen. Zu einer Gerichtsverhandlung war es nicht gekommen (THB 24. März 2016). ger

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