Gericht bestätigt lebenslange Haft für „Sewol“-Kapitän

Eineinhalb Jahre nach der „Sewol“-Schiffskatastrophe mit mehr als 300 Toten hat ein Gericht in Südkorea in letzter Instanz die Verurteilung des Kapitäns wegen Mordes bestätigt. Lee Jun Seok war im April zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er habe das Schiff vorzeitig verlassen und die Sicherheit der Passagiere ignoriert, so der Vorsitzende des Obersten Gerichts am Donnerstag. Weiter sagte er, Lee habe durch die Vernachlässigung seiner Pflichten die Reisegäste quasi ertrinken lassen.

Offiziell kamen am 16. April 2014 beim Untergang der „Sewol“ vor der Südwestküste Südkoreas 295 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug. An Bord befanden sich 476 Menschen, als die Auto- und Personenfähre kenterte. Wie die Ermittler später herausfanden, war das Schiff überladen. Die Bergung des Wracks soll bis zum nächsten Sommer erfolgen. dpa/bre

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