Hapag-Lloyd überrascht

Die Gespräche von Hapag-Lloyd und UASC über eine Zusammenlegung der Containerschiffsparten waren in der maritimen Wirtschaft so nicht erwartet worden. „Diese neue Fusionsnachricht kommt für uns etwas überraschend“, sagte Thomas Wybierek aus dem Research-Shipping der Nord/LB dem THB. Offen bleibe jetzt etwa die Frage, was mit Hamburg Süd passiert. Die Reederei habe einen ähnlichen Weg wie Hapag-Lloyd eingeschlagen, habe mit CCNI ebenso einen chilenischen Partner wie Hapag-Lloyd mit CSAV und war mit UASC bereits eine Kooperation eingegangen. „Wir hätten eher hier mit einem Ausbau der bestehenden Partnerschaften gerechnet“, so Wybierek. Doch jetzt steht UASC in Verhandlungen mit Hapag-Lloyd (THB 22. April 2016).

Für die Traditionsreederei sei der aktuelle Schritt positiv zu bewerten. „Im hart umkämpften Containermarkt zählen Größe und Marktmacht“, meint Wybierek. Allerdings könne die geplante Fusion nur ein erster Schritt sein. Hapag-Lloyd und UASC hätten im Wettbewerb mit den Bündnissen 2M und Ocean Alliance einen schweren Stand. „Insofern würde uns nicht wundern, wenn es bald noch zumindest eine dritte Allianz geben wird“, so Wybierek. Der Aktienkurs von Hapag-Lloyd war nach Bekanntwerden der Fusionsgespräche zwischenzeitlich auf 19,21 Euro gestiegen. fab

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