Illegale Fischerboote gestellt

An Bord der Kutter wurde unzulässige Fracht entdeckt, Foto: Australian Department of Immigration
Wegen des Verdachts auf illegale Fischerei sind in Australiens Great Barrier Reef die Besatzungen zweier vietnamesischer Boote festgehalten worden.
28 Menschen seien festgenommen worden, sagte am Mittwoch der Gemeinderat von Lockhart, Wayne Butcher. Demnach wurden an Bord ihrer Boote illegal gefangene Seegurken und Tauchausrüstung entdeckt. Die mutmaßlichen Täter wurden nach Cairns gebracht. Dort ermittele die Einwanderungsbehörde gegen sie, teilten Beamte mit.
Polizisten hatten die vietnamesischen Fischer in dem Meerespark entdeckt und die Grenzpolizei informiert. Illegale Fischerei bedroht nach Angaben des Gemeinderats vor allem die örtliche Aborigines-Gemeinde, die zur Versorgung auf die Fischerei angewiesen ist.
Das Great Barrier Reef war zuletzt aus einem weiteren Grund in die Schlagzeilen geraten. Hohe Wassertemperaturen haben am größten Korallenriff der Welt alarmierende Schäden verursacht. Am Nordende des 2300 Kilometer langen Great Barrier Reefs bei Cape York seien örtlich bereits bis zu 50 Prozent der Korallen abgestorben, berichtete die zuständige Behörde. Sie verhängte deshalb die höchste Alarmstufe. Damit sollen die Überwachung des Riffs und Schutzmaßnahmen verbessert werden.
Die Wassertemperatur vor der Nordküste von Queensland war im Februar an der Oberfläche „verblüffende 33 Grad“, teilte der wissenschaftliche Klimarat mit. Weltweit würden die meisten Korallen in den nächsten 30 bis 40 Jahren voraussichtlich verloren gehen, wenn fossile Brennstoffe in bisherigem Ausmaß genutzt und das Klima auf diese Weise aufgeheizt werde. dpa/fab
