Indiens Premierminister lädt deutsche Investoren ein

Narendra Modi, Foto: Flickr
Indien will sich auf der diesjährigen Hannover Messe nicht nur als Handelspartner, sondern auch als maritimer Standort profilieren. Die Weltleitmesse wurde heute mit einer eindrucksvollen Folklore-Show des Partnerlandes eröffnet.
Die Hannover Messe beleuchtet in ihrer 68. Auflage die industrielle Produktion der Zukunft. Dabei gelten „smarte“ Anlagen und intelligente Maschinenparks als vierte industrielle Revolution nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automation („Industrie 4.0“).
Unter den rund 6500 Ausstellern der weltgrößten Industriemesse sind auch etwa 100 Unternehmen der maritimen Industrie. Aus Deutschland sind vor allem Schiffs- und Antriebszulieferer vertreten. Darüber hinaus befindet sich in Halle 13 auch der Messestand der DVV Media Group und der THB-Schwesterpublikation Schiff und Hafen (Stand E30).
„Deutschland hat mehr gemacht als jedes andere westliche Land, um Indiens Welt der Wirtschaft zu erschließen“, sagte Premierminister Narendra Modi zur Eröffnung und bot der deutschen Industrie eine Partnerschaft beim Aufbau eines neuen Indiens an. Es gebe enorme Chancen – Priorität habe der Aufbau einer Erste-Welt-Infrastruktur. Modi versprach die Schaffung eines investorfreundlichen Umfelds und betonte: „Indien steht bereit, um die ganze Welt mit offenen Armen zu empfangen.“
Indien versucht seit einiger Zeit, seine maritime Industrie zu stärken und hier insbesondere die Infrastruktur – Häfen und Hinterlandanbindungen – massiv auszubauen. Darüber hinaus ist das Land einer der wichtigsten Abwrackstandorte weltweit.
Die Ambitionen Indiens sind auch strategischer Natur. Das am zweitstärksten bevölkerte Land der Welt will die führende Wirtschaftsmacht in Zentralasien werden und steht in Konkurrenz zu China. Auch auf geostrategischem Gebiet eifert Indien durch den Ausbau der Marinestreitkräfte China nach. Beobachter schätzen den Wert des indischen Schifffahrtsmarktes auf aktuell 57 Milliarden US-Dollar. pk