Iran droht mit Hormus-Blockade

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben mit einer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf gedroht, falls die USA den Öl-Export der Islamischen Republik stoppen sollten.

Die Straße von Hormus gilt als die wichtigste Öl-Handelsroute, durch die knapp ein Drittel der globalen Öl-Exporte transportiert wird. „Solange wir unser Öl exportieren können, bleibt Hormus offen; wenn nicht, dann gibt es dafür keine Logik mehr“, sagte IRGC-Marinekommandeur Aliresa Tangsiri jetzt laut Nachrichtenagentur Isna.

Die Entscheidung der USA, bei Sanktionen gegen Öl-Importe aus dem Iran ab dem 2. Mai keine Ausnahmen mehr zuzulassen, führte im Iran zu unterschiedlichen Reaktionen. In staatlichen Kreisen gab es die üblichen Aufrufe zum Widerstand gegen den „Großen Satan“. Die Menschen im Land jedoch befürchten, dass ohne Öl-Export, die Haupteinnahmequelle des Landes, die bereits akute Wirtschaftskrise noch schlimmer werden und ihre Existenz gefährden könnte.

Das iranische Außenministerium soll intensive Gespräche mit relevanten Stellen im In- und Ausland führen. Die Ergebnisse würden dann der politischen Führung vorgelegt, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi. Irans Präsident Hassan Rouhani hatte mehrmals mit einer Blockade der Straße von Hormus gedroht, falls die USA im Zuge ihrer Sanktionen Irans Öl-Exporte blockieren sollten. dpa/ger

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