Kenia ermittelt wegen Waffenschmuggels

An Bord des aus Indien kommenden Autofrachters „Höegh Transporter“ (IMO 9176395) fanden kenianische Behörden in Mombasa jetzt einige Dutzend nicht deklarierte Waffen.

Die norwegische Reederei Höegh Autoliners ging davon aus, dass die Waffen „zu den UN-Fahrzeugen gehören und für den Einsatz bei der UN-Friedensmission gedacht waren“. Die Waffen seien jedoch nicht für den Transport auf dem 200 Meter langen 650-CEU-Autofrachter angemeldet gewesen. Das Unternehmen befördere grundsätzlich keine Waffen, hieß es in einer Stellungnahme. Das Schiff mit 257 Fahrzeugen für die UN-Mission im Kongo war Ende vergangener Woche in den Hafen von Mombasa eingelaufen. Auf dem Frachter wurden der Polizei zufolge aber nicht nur Waffen, sondern auch ein Pulver gefunden, bei dem es sich um Drogen handeln könnte. Das Pulver war in den Reifen mehrerer Fahrzeuge an Bord versteckt. Die Waffen wurden hingegen in den Fahrerhäusern diverser Lkw gefunden.

Jetzt ermittelt die kenianische Justiz wegen Waffenschmuggels gegen die norwegische Reederei. Die kenianische Polizei erklärte, die 20 Besatzungsmitglieder des Schiffes würden wegen illegalen Waffenhandels angeklagt. Die Crew-Mitglieder sollen hauptsächlich Chinesen sein. Neben Maschinenpistolen befanden sich demnach auch Panzerfäuste russischer Bauart auf dem Schiff. Im Zuge der Aufklärungsarbeiten soll internationalen Medienberichten zufolge zudem ein gegen Drogenkriminalität eingesetzter UN-Mitarbeiter, tot in seinem Hotelzimmer in Mombasa aufgefunden worden sein.

In Hamburg hat die 1999 gebaute und unter Singapur-Flagge fahrende „Höegh Transporter“ zuletzt Weihnachten 2010 festgemacht, am O'Swaldkai. dpa/bre

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