Klasseerneuerung für „Flintstone“

Die „Flintstone“ im Trockendock: In Amsterdam wurde das Schiff wieder einsatzbereit gemacht, Foto: Damen Shiprepair Amsterdam
An dem niederländischen Spezialschiff „Flinstone“ (IMO 9528433) wurden während eines sechswöchigen Aufenthalts bei der Damen-Werft umfangreiche Reparaturarbeiten durchgeführt.
Fünf Jahre nach ihrer Fertigstellung musste die „Flintstone“ nun erstmals zur Klasseerneuerung, dem sogenannten „Schiffs-TÜV“. Anders als bei den vierrädrigen Fahrzeugen werden hierbei Manövrieranlagen, Antriebe, die Außenhaut des gesamten Unterwasserschiffs, sowie Seeventile und -kästen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft. Im Zuge dieser Inspektion nahm die niederländische Werft Damen Ship repair Amsterdam Gutachten, Testläufe und Instandsetzungen an dem 155 Meter langen Fallpipe-Vessel vor.
Passend zum Namen baut die „Flintstone“ Steine und andere Materialien vom Meeresgrund ab. Deshalb hat das mit 21.710 BRZ vermessene Mehrzweckschiff reichlich spezialisiertes Equipment an Bord. Darunter ein mit 200 Kilowatt betriebenes Ausgrabungswerkzeug oder das kabelgeführte ROV, das als ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug fungiert.
Der komplexeste Vorgang war laut Damen-Werft die Sanierung des Moonpools, durch den das ROV herabgelassen wird. Dabei wurden nicht nur die Klappen tiefer gesetzt, sondern auch Hauptlager entfernt. Überholungen fanden außerdem an den Antrieben, Ankerwinden, Fallpipes, der ROV-Lagerung und anderen Ausrüstungsteilen statt. Nach dem sechswöchigen Aufenthalt in Amsterdam, wovon das Schiff 28 Tage im Trockendock lag, sprach Projektmanager Arnold Bregman von einem „sehr anspruchsvollen Vorhaben“. Der Umfang der Zusatzarbeiten sei erst mit dem Fortschritt des Projekts offensichtlich geworden. Reeder Bas Peeters zeigte sich nach dem Abschluss zufrieden: „Damen Ship Repairs ermöglichte uns genau die flexible Zusammenarbeit, die wir für ein Schiff wie die ‚Flintstone‘ suchen.“ flu