Kleinere Bulker tun sich schwer

Für kleinere Bulker hat sich der Frachtenmarkt wieder abgekühlt.

Nach deutlichen Steigerungen im Februar und März gaben die Raten in den vergangenen zwei Wochen nach. Für Supramaxe und Handysizer ging es am Spotmarkt vergangene Woche um je vier bis fünf Prozent auf durchschnittlich knapp 8000 Dollar pro Tag runter.

Supramaxe bekamen vor allem den Mangel an typischen Kohle- und Erzladungen in Südostasien und im Indischen Ozean zu spüren. Für die Handysizer fehlte es in den Ladegebieten im Atlantik und westlich von Suez wie Nordeuropa, dem Mittelmeer und der Ostküste Südamerikas an neuem Geschäft.

Unter Druck standen auch die Panamaxe. Maklern zufolge fehlte es an Nachfrage aus dem Kohlesektor in Südostasien und Australien. Recht gut hingegen hätten sich die Getreideverschiffungen ex Ostküste Südamerikas behauptet, wo gerade die Saison begonnen hat.

Bei Capesizern verbesserte sich das Ratenniveau auf rund 5700 Dollar pro Tag. Es reicht aber trotzdem nicht aus, um die Betriebskosten der Schiffe zu decken. Von Ende Januar bis Ende März befand sich der Capesize-Markt quasi im freien Fall. Grund: Infolge des tragischen Staudammbruchs an einer Erzmine des Bergbaukonzerns Vale in Brasilien kamen viel weniger Erzladungen auf den Markt. Vergangene Woche soll die Aktivität in den brasilianischen Häfen und auch in Südafrika wieder zugenommen haben. mph/fab

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