Kritischer Punkt fast erreicht

In der Containerschifffahrt wird sich die Lage in diesem Jahr weiter zuspitzen.

Darauf verweist jetzt das Beratungsunternehmen Drewry in seinem aktuellen Marktbericht. Im laufenden Halbjahr würden weitere Liner in die Verlustzone abrutschen. Die niedrigen Frachtraten würden dazu führen, dass im Jahresverlauf ein kritischer Punkt, laut Drewry ein „major trigger point“, erreicht wird. Die Auswirkungen würden entweder im Kapazitäten-Management auf den Handelsrouten oder bei der Preisgestaltung zum Ausdruck kommen.

Die weltweiten Raten seien längst nicht mehr als nachhaltig zu bezeichnen, zudem müssten die Liner allein schon aufgrund von Regulierungsmaßnahmen der EU neu Lösungen finden, um im Markt zu bestehen. Drewry geht davon aus, dass sich die Frachtraten noch weiter verschlechtern werden. Die Reeder seien jedoch kaum noch in der Lage, auf der Kostenseite an der Sparschraube zu drehen. Die Vorteile niedriger Treibstoffpreise beispielsweise seien bereits ausgeschöpft.

Drewry kritisiert die Haltung der Reedereien, die nach wie vor glauben machen wollten, dass die Kostenvorteile der Einheiten mit 14.000 und 18.000 TEU zum Erfolg führen. Die Analysten hatten in einem vorherigen Marktreport betont, dass die Skaleneffekte, die sich durch steigende Schiffsgrößen ergeben, weitgehend ausgereizt sind. Zwar könnten Reedereien beim Betrieb weitere Kosten einsparen. Doch dafür entstünden immer höhere Kosten in den Häfen und landseitig (THB 14. März 2016). fab

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben