LNG-Tanker unter Druck

Die Flotte der LNG-Carrier wächst stärker als die Nachfrage, Foto: Hasenpusch
Die Frachtraten für LNG-Carrier geraten unter Druck.
Wie das Beratungsunternehmen Drewry jetzt mitteilte, sind dafür in erster Linie die wachsende Flotte und die sich stabilisierende Nachfrage nach LNG verantwortlich, während sich Japan dar auf vorbereite, seine Atommeiler wieder hochzufahren. Obwohl allgemein erwartet werde, dass die Versorgung mit Flüssiggas aus australischen Projekten der Beschäftigung der LNG-Carrier-Flotte Auftrieb geben wird, bestünden unmittelbare Her aus forderungen für die Entwicklung der Frachtraten.
So gebe es Zeichen der Schwäche bei der Nachfrage nach Flüssiggas: 17 Prozent der weltweiten LNG-Kapazitäten seien im zweiten Quartal 2015 ungenutzt geblieben. Die Flotte wachse dennoch weiter. Für dieses Jahr stehen laut Drewry noch 30 Einheiten zur Ablieferung an, für 2016 seien 41 neue Schiffe zu erwarten. Doch schon jetzt seien 30 bis 40 Carrier ohne Beschäftigung.
Rund 75 Prozent der neun Kapazitäten von LNG-Carriern stehen unter Vertrag mit asiatischen Käufern. „Dadurch, dass sich die Nachfrage in Asien stabilisiert, werden die asiatischen Käufer immer unabhängiger von den australischen LNG-Projekten“, sagte Drewry-Analyst Shresth Sharma. Dabei wird Australien in den beiden kommenden Jahren LNG-Fracht mit einem Volumen von jeweils 49 Millionen Tonnen in den Markt geben. fab
