London P&I Club warnt vor Kohle aus Indonesien

Der London P&I Club veröffentlichte jetzt eine Warnung vor Brand- und Explosionsgefahr beim Bunkern von indonesischer Kraftwerkskohle.

Jüngste Vorfälle hätten die weltweit aktive Versicherungsgemeinschaft alarmiert. Das Sedimentgestein aus dem asiatischen Inselstaat neige zur Selbsterhitzung und Methanabgabe. Unkontrollierte Kohleerwärmung könne zu größeren Feuern, die Anhäufung von Methan sogar zu Explosionen führen. Des Weiteren verweist der London P&I Club auf den IMSBC-Code. Die seit 2011 geltende IMO-Vereinbarung sieht vor, dass Kohle mit solchen Eigenschaften bei einer Überschreitung von Temperaturen jenseits der 55 Grad Celsius nicht verladen wird. Außerdem müsse die Atmosphäre in den Bunkerräumen mindestens täglich überprüft werden. Dadurch soll eine riskante Veränderung der Kohlen- und Sauerstoffwerte frühzeitig vermieden werden. Neben Messgeräten empfiehlt der maritime Versicherungs-Club zusätzlich die Mitnahme von Equipment zur Gasentnahme.

P&I-Manager Carl Durow: „Hersteller behaupten häufig, dass eine Methanmessung irrelevant sei, solange der Sauerstoffgehalt unter zehn Prozent liegt.“ Der Club selbst machte jedoch die Erfahrung, dass selbst bei O2-Werten unter einem Prozent auch Methan auftritt. Deswegen empfehle er ständige Überwachungen – gerade beim Entladen. Durow: „Der Club bemerkte vor allen Dingen bei unterbrochenen Umschlagsvorgängen eine Steigerung der Selbsterhitzung von Kohle sowie erhöhten Methan ausstoß.“ flu

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