Maßnahmen für sicheren Schiffsverkehr

Der Deutsche Nautische Verein (DNV) hat sich für eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt der festen Fehmarnbeltquerung ausgesprochen, um einen sicheren Schiffsverkehr zu gewährleisten.

Dabei bezieht sich der Verein auf die Planfeststellungsunterlagen des Projektbetreibers Femern AS, die fachlich begleitet werden sollten. Zu den Vorschlägen zählen finanzielle Anreize für die Annahme von Lotsen durch den Bauträger, empfiehlt der DNV in seinem jetzt veröffentlichten Positionspapier. Ein weitere Anliegen des Vereins ist die Durchführung einer Ship-Handling-Simulation, um insbesondere die Mindestanforderungen hinsichtlich der Manöverkennwerte und Manövriereigenschaften der Baufahrzeuge zu definieren, Empfehlungen für Fahrtrassen und Fahrregime zu eruieren und die hydrometereologischen Restriktionen für den Einsatz aufzustellen.

Vorfahrtsregelungen und Routen für große Tanker und Containerschiffe zum Passieren der Baustelle zu erarbeiten zählen ebenso zu den empfohlenen Maßnahmen wie ein Mindeststandard für die Besetzung der Baufahrzeuge. Weitere Punkte sind beispielsweise ein Überholverbot an der Baustelle, eine Annahmeregelung für Schlepper oder das Eskortieren durch einen Schlepper für windempfindliche Fahrzeuge bei großer Verkehrsdichte, außerdem eine ausreichende Bereitstellung von Hubschraubern und Rettungsdiensten vor Ort.

Der Fehmarnbelt werde jährlich von rund 45.000 Schiffen in beiden Richtungen befahren, stellt der DNV fest. Zugleich gäbe es 38.000 Fährbewegungen, die den Schifffahrtsweg kreuzen. Vor allem in den Sommermonaten sei in diesem Gebiet mit zusätzlich starkem Verkehr von Sportbooten auszugehen. Hinzu komme die Fischerei.

Die Femern AS habe bislang noch nicht abschließend ermittelt, welche Auswirkungen auf die Schifffahrt und insbesondere die Baufahrzeuge Wind, Strom, Eisgang und andere hydrometereologische Einflüsse haben. Eine entsprechende Ship-Handling-Simulation und Analyse der möglichen Risiken sei jedoch bereits vor Beginn der Bauphase unerlässlich. Alle wichtigen sicherheitsrelevanten Fragen seien vor Erteilung der Baugenehmigung möglichst umfassend zu klären, um etwa Sicherheitsstandards aufzunehmen. fab

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