Migranten zurückgeschickt

Die Regierung in Athen hat am Montag offiziell bestätigt, dass insgesamt 202 Migranten von den Ägäis-Inseln Lesbos und Chios in die Türkei zurückgebracht wurden.

Es handle sich um Menschen, die kein Asyl in Griechenland beantragt hätten, teilte das Ministerium für Bürgerschutz mit. Die Aktion lief auf der Grundlage der umstrittenen Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei. Von Lesbos seien 136, von Chios 66 Menschen per Schiff in die Türkei gebracht worden. Die meisten Migranten stammten den Angaben zufolge aus Pakistan und Afghanistan.

Für wann die nächsten Abschiebungen geplant sind, gab das Ministerium nicht bekannt. Viele Flüchtlinge auf Lesbos stellen nun offenbar Asylanträge, um ihre Abschiebung hin auszuzögern. Das sagte am Montag die Chefin der für Migration zuständigen Abteilung der griechischen Polizei, Zacharoula Tsirigoti. Von nun an gelte es, Asylanträge zu bearbeiten, bevor weitere Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden könnten.

Unterdessen kommen in Griechenland weitere Flüchtlinge an. Innerhalb von 24 Stunden hätten 339 neue Asylsuchende vom türkischen Festland auf griechische Ägäis-Inseln übergesetzt, teilte der griechische Krisenstab mit, nach dessen Schätzung seit der Schließung der Balkanroute mehr als 52.000 Migranten in Griechenland gestrandet seien. dpa/fab

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