Moody’s senkt Bewertung für internationale Schifffahrt
Moody’s sieht der weiteren Entwicklung der internationalen Schifffahrt mit Skepsis entgegen.
Die Ratingagentur senkte jetzt die Bewertung für den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“. Als Begründung nennt Moody’s, dass das Angebot in diesem Jahr stärker wachsen werde als die Nachfrage. „Auch wenn das Tankersegment seine starke Performance fortsetzt, erwarten wir 2016 über die gesamte Industrie betrachtet eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von zwei Prozent“, sagte Marie Fischer-Sabatie, Senior Vice President bei Moody’s. Schließlich stünden zahlreiche Ablieferungen von Bulkern und Containerschiffen an – bei gedämpfter Nachfrage. Fischer-Sabatie nennt in diesem Zusammenhang insbesondere die schwierige Entwicklung in China. Zudem dürften die niedrigen Frachtraten bei Container- und Massengutschiffen dazu führen, dass die Konzernergebnisse (EBITDA) der bewerteten Schifffahrtsunternehmen in diesem Jahr in niedriger einstelliger Prozentzahl zurückgehen werden, erwartet die Agentur. Ende vergangenen Jahres war Moody’s für 2016 noch von einem durchschnittlichen Anstieg der Konzernergebnisse ausgegangen. Positive Effekte durch niedrige Ölpreise machten sich kaum noch bemerkbar.
Moody’s stellt klar, den Ausblick für die gesamte Branche erst dann wieder auf „stabil“ anzuheben, wenn der Abstand zwischen Angebots- und Nachfragewachstum wieder unterhalb von zwei Prozent liege. Außerdem müssten sich die Konzernergebnisse wieder in einer Spannbreite von minus fünf und plus zehn Prozent stabilisieren. fab
