Müder Start für den Maashafen

Der Containerumschlag liegt unter dem Vorjahresniveau, Foto: Arndt
Europas größter Seehafen, Rotterdam, bekommt die Folgen einer weiterhin schwächelnden Weltkonjunktur beim Seegüterumschlag zu spüren.
Wie der Hafenbetrieb (HbR) am Dienstag berichtete, konnte der Maashafen zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zulegen, und zwar auf 116,9 Millionen Tonnen. Zur Erinnerung: Im Startquartal 2015 betrug der prozentuale Zuwachs noch 4,9 Prozent: „Es ist unser Ziel, dass wir das hohe Umschlagaufkommen des Vorjahres auch 2016 wiederholen. Wir liegen weiterhin noch auf Kurs. Aber wir haben auch noch drei Quartale vor uns“, so HbR-Chef Allard Castelein. Rückläufig war – im Gegensatz zu Antwerpen – der Containerumschlag. Mit drei Millionen TEU gingen gut 3,9 Prozent weniger Boxen über die Kaikanten. Das containerisierte Stückgutaufkommen lag mit rund 31 Millionen Tonnen 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gerade im Boxen-Segment spüre Rotterdam die volkswirtschaftlichen Schwächen in Brasilien, China und auch Russland. Erheblich unter Druck steht auch der Umschlag trockenen Massenguts, darunter im Besonderen Erze und Schrott (minus 6,1 Prozent auf 7,8 Millionen Tonnen). Erfreulich entwickelte sich der Rohölumschlag. Er liegt mit gut 26 Millionen Tonnen um zwei Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Rotterdam profitierte vom lebhaften Handel mit Mineralölprodukten. EHA
