Notankerung nach Technik-Störung

Hatte eine technische Störung: Box-Carrier „YM Wish“, Foto: Hasenpusch
Innerhalb von knapp drei Wochen ist es auf der Unterelbe erneut zu einer Havarie mit einem Großcontainerschiff gekommen, für die eine maschinentechnische Ursache verantwortlich war.
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Freitag, als das von Hamburg mit Kurs Nordsee/Rotterdam kommende Containerschiff „YM Wish“ (IMO 9684641) auf der Höhe von Rhinplate-Nord bei Glückstadt notankern musste, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA) mit. Es wurden vier Schlepper zum Havaristen beordert, um ihn zu stabilisieren. Die zur Beratung an Bord befindlichen Elblotsen und der Kapitän reagierten sofort und warfen den Anker. Die erfahrenen Nautiker konnten den 15.000-TEU-Containerriesen sicher an die Böschung der tiefen Fahrrinne bringen.
Das mit 144.651 BRZ vermessene und 122.625 Tonnen tragende Containerschiff ist 368 Meter lang und 51 Meter breit. „Die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf der Elbe war zu keiner Zeit beeinträchtigt. Das Fahrzeug ist nicht quergeschlagen und die Fahrrinne musste nicht gesperrt werden“, erklärte Ben Lodemann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe, dem THB auf Anfrage. Auch die in dem Bereich verkehrende Elbfähre Glückstadt–Wischhafen setzte ihren Betrieb nach Fahrplan fort. Der in Hongkong registrierte Box-Carrier wurde von vier Schleppern zu einem Notliegeplatz in den Elbehafen Brunsbüttel gebracht. Dort soll die Maschine begutachtet und repariert werden. Die Elblotsen koordinierten die Aktion gemeinsam mit den Nautikern der WSV, den Schleppern und der Reederei.
Am 3. Juli musste der 336 Meter lange Containerfrachter „NYK Olympus“ (IMO 9312987) auf der Höhe der Lühemündung aufgrund einer schiffsbedingten Betriebsstörung notankern. EHA
