One schreibt Verluste

Das japanische Reederei-Joint Venture Ocean Network Express (One) musste in seinem ersten vollständigen Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 einen Verlust in Höhe von 586 Millionen US-Dollar hinnehmen. Das geht aus dem am Freitag von NYK Line vorgelegten Jahresbericht für das Unternehmen, in dem die Containerschifffahrtsaktivitäten von NYK sowie MOL und K-Line gebündelt werden, hervor.

Damit fällt der Fehlbetrag zwar etwas geringer aus als nach den letzten Prognosen der Reederei: Im Januar war One von minus 594 Millionen Dollar ausgegangen. Die ursprünglich an das Joint Venture geknüpften Erwartungen wurden dennoch weit verfehlt. So war sowohl zum Dienststart als auch nach einem schwachen ersten Quartal noch von 110 Millionen Dollar Gewinn die Rede gewesen.

Trotzdem startet One nach eigener Darstellung optimistisch in die nächsten zwölf Monate. Am Ende des Geschäftsjahres 2019 soll ein Gewinn von 85 Millionen Dollar stehen. Auch der Umsatz soll deutlich wachsen: von rund 10,9 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2018 auf dann 12,7 Milliarden Dollar (plus 16,9 Prozent). Dabei rechnet das Unternehmen damit, dass Angebot und Nachfrage weltweit jeweils um vier Prozent steigen. So soll auch das Transportvolumen im Lauf des Jahres zunehmen.

Ein allgemeiner Aufwärtstrend war nach den operativen Startschwierigkeiten bei One bereits im Geschäftsjahr 2018 zu beobachten: Das Containeraufkommen kletterte von insgesamt knapp 2,1 Millionen TEU und einer Auslastung von 82 Prozent im ersten Halbjahr auf mehr als 2,2 Millionen TEU und eine Auslastung von 92 Prozent im zweiten Halbjahr. Ebenso stieg der Halbjahresumsatz von 5 auf rund 5,9 Milliarden Dollar, während der Halbjahresverlust von 311 auf 275 Millionen Dollar zurückging.

Um die Erwartungen für das zweite Geschäftsjahr tatsächlich zu erfüllen, will One weitere Maßnahmen in der eigenen Organisation ergreifen. Dazu zählt neben dem Heben weiterer Synergien aus dem Zusammenschluss allgemein und operativen Änderungen wie dem Start eigener Feederdienste speziell auch die „Untersuchung von Maßnahmen zur Einsparung von Arbeitskräften im Betrieb durch Stärkung des E-Commerce und Einführung von Robotik und anderen Technologien“, heißt es im Jahresbericht der Reederei. ger

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