Panama hofft auf LNG
Baufortschritt am Panama-Kanal: Ende vergangener Woche wurden an der sechzehnten Schleuse die neuen Tore installiert. Damit sind alle Schleusenneubauten nun grundsätzlich komplett.
Die in Italien gefertigten Stahltore wurden seit 2013 nacheinander über den Seeweg nach Mittelamerika gebracht. Die dem Atlantik zugewandte Seite mit acht Schleusenanlagen wurde bereits am 1. April fertiggestellt. Das jetzt gelieferte 16. Tor ist mit 4232 Tonnen, 57,6 Metern Breite und 33 Metern Höhe die größte der für den Ausbau des Seeweges benötigten Komponenten. Der Gesamtausbau gilt nun zu 88 Prozent als abgearbeitet. Das Projekt soll in knapp einem Jahr, am 1. April 2016 abgeschlossen sein, dann wird sich die Kapazität des rund 100 Jahre alten Kanals um 300 Prozent erhöht haben.
Die Kanalbehörde rechnet nach der Erweiterung der Wasserstraße mit zusätzlichen Einnahmen durch das Schleusen von Flüssiggastankern. Die steigende Produktion in den USA und die zunehmende Nachfrage in Japan würden das Geschäft befeuern, sagte Vorstandschef Roberto Roy. Nach der Erweiterung könnten über 95 Prozent aller Flüssiggastanker den Panamakanal passieren. Das US-Handelsministerium hatte bereits angekündigt, den Bau von LNG-Tankern zu fördern. pk
