Pioniere unter sich

Seit 2017 fährt die „Wes Amelie“ mit LNG. Jetzt wurde sie erstmals per Ship-to-Ship-Bunkering versorgt, Foto: Nauticor
2017 wurde die „Wes Amelie“ der Wessels Reederei aus Haren (Ems) als weltweit erstes Containerschiff auf den LNG-Betrieb umgerüstet. Nun wurde sie zum ersten Mal per Ship-to-Ship-Bunkering durch das derzeit größte LNG-Bunkerschiff der Welt, die „Kairos“ des Hamburger Unternehmens Nauticor, mit neuem Treibstoff versorgt. Das teilte Nauticor jetzt mit.
Der Transfer hat den Angaben zufolge vor der schwedischen Hafenstadt Visby stattgefunden. Dabei sei die Aktion sowohl für die „Wes Amelie“ als auch für die Ostsee insgesamt eine Premiere. So handelte es sich laut Nauticor in der Region um das erste LNG-Bunkering von Schiff zu Schiff für diese Art von Frachter.
Nauticor-CEO Mahinde Abeynaike sieht einen weiteren Meilenstein erreicht: „Die erfolgreiche Operation beweist erneut, dass LNG zu einem Treibstoff für alle Segmente der Schifffahrt wird und dass die Verfügbarkeit in Nordwesteuropa gesichert ist.“ Die „Kairos“, das Flaggschiff des zur Linde Group gehörenden Unternehmens, gilt <link https: www.thb.info rubriken maritime-wirtschaft single-view news bunkerschiff-setzt-zeichen.html _blank setzt>seit ihrer Indienststellung Anfang Februar als bedeutender Vorstoß in puncto LNG-Versorgungsinfrastruktur. Sie verfügt über eine Kapazität von 7500 Kubikmeter.
Derweil verkehrt der 1000-TEU-Carrier „Wes Amelie“ im Dienst der Reederei Unifeeder regelmäßig zwischen Rotterdam und dem Baltikum. Hans Staal, Head of Bunker Procurement bei Unifeeder, betrachtet die Entwicklung einer Schiff-zu-Schiff-Versorgungskette wie mit der „Kairos“ als wichtigen Schritt zu einer effizienteren LNG-Infrastruktur.
„Das Feedersegment ist prädestiniert für den Einsatz von LNG als Treibstoff, und Ship-to-Ship-Bunkering ist eine elementare Komponente“, sagt Christian Hoepfner, Managing Director bei Wessels Marine. Die „Wes Amelie“ habe die Vorteile von LNG „überzeugend“ dargelegt. „Deshalb arbeiten wir an einer Reihe ähnlicher Projekte, um die Flotte der umweltfreundlichen Schiffe, die auf LNG umgestellt wurden, rasch zu erweitern“, so Hoepfner. ger