Piraterie in Asien nimmt ab

Die Monate Januar bis Mai im Fünfjahresvergleich, ReCAAP ISC
Die Piraterie in asiatischen Gewässern geht zurück. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden lediglich 38 Vorfälle registriert.
Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (87 Vorfälle) mehr als halbiert. Das teilte das ReCAAP Information Sharing Center jetzt in seinem Monatsreport mit. Der neueste Stand ist somit auch der tiefste Wert der vergangenen fünf Jahre.
Im Mai dieses Jahres wurden insgesamt acht Piraterie-Übergriffe gemeldet, fünf weniger als im Vormonat, aber auch fünf mehr als im März. Auffallend ist, dass in sechs der acht Vorfälle festgemachte Schiffe vor den Küsten Indonesiens, Vietnams und Indiens betroffen waren. Die asiatische Anti-Piraterie-Kooperation ReCAAP appelliert daher an Schiffsbesatzungen und Hafenbehörden, während der Liegezeiten besondere Wachsamkeit walten zu lassen.
Wenngleich die Mehrzahl der Übergriffe im Mai relativ harmlos verlief (sechsmal „CAT 4“, also kleine, unbewaffnete Tätergruppen), sticht der „Hai Soon 12“-Vorfall um den 7. Mai her aus. Der Produktentanker (IMO 9078751) und seine Besatzung wurden von einer neun köpfigen Gruppe überfallen. Die Täter wollten die rund 4000 Tonnen Marinediesel an Bord verkaufen, konnten allerdings von der indonesischen Marine aufgehalten werden. Es war der erste Überfall auf ein Tankschiff in asiatischen Gewässern seit neun Monaten. ger
