Piraterie verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Seepiraterie und etwaige Abwehrmaßnahmen kosten weltweit Jahr für Jahr Milliardenbeträge, Foto: U.S. Navy
Die Seepiraterie hat im vergangenen Jahr allein vor der Küste Ostafrikas wirtschaftliche Schäden in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar verursacht.
Damit bewegt sich der Wert etwa auf dem Niveau der Vorjahre (1,7 Milliarden Dollar in 2016 und 1,3 Millionen Dollar in 2015) sowie deutlich unter den 7 Milliarden Dollar von 2010. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Bericht des Oceans Beyond Piracy-Programms (OBP) der One Earth Future-Initiative hervor.
Gleichzeitig seien die Kosten für Schutzmaßnahmen gegen Seepiraterie gesunken. So seien 292 Millionen Dollar für private Sicherheitskräfte ausgegeben worden – 13 Prozent weniger als noch 2015 – und 199 Millionen Dollar für internationale Marineaktivitäten – nach 228 Millionen Dollar im Vorjahr. Insgesamt registrierte das OBP 54 Vorfälle in der Region mit 1102 betroffenen Seeleuten.
Als größten Brennpunkt hatte bereits im April das International Maritime Bureau den Golf von Guinea identifiziert. In der Gesamtbetrachtung der afrikanischen Westküste meldete auch das OBP 97 Piraterievorfälle mit 1726 betroffenen Seeleuten. Die wirtschaftlichen Schäden belaufen sich dem Report zufolge auf knapp 810 Millionen Dollar – nach 794 Millionen Dollar 2016 und 720 Millionen Dollar 2015.
Das OBP beobachtet außerdem die Regionen Lateinamerika/Karibik und Asien. Für erstere lägen keine Werte vor. In Asien sei derweil Ladung im Wert von 6,3 Millionen Dollar gestohlen worden – nach 4,5 Millionen Dollar im Vorjahr). ger