Scorpio Bulkers verschafft sich Luft im Existenzkampf
Die Turbulenzen in der Massengutschifffahrt machen Scorpio Bulkers zu schaffen.
Die Reederei mit Sitz in Monaco meldete am Montag für das vierte Quartal 2015 einen Nettoverlust von 22 Millionen Dollar. Das ist ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet stieg der Nettoverlust von 61,1 Millionen Dollar in 2014 auf 71,8 Millionen Dollar. Als wesentliche Gründe nennt das Unternehmen Abschreibungen auf das Anlagevermögen und gestundete Finanzierungskosten. Um die wirtschaftliche Talfahrt etwas abzufedern, hat die an der New Yorker Börse gelistete Reederei mehrere Vereinbarungen getroffen. Mit ihren Gläubigern einigte sich Scorpio darauf, einen Teil der anstehenden Darlehensrückzahlungen vorerst auszusetzen. Auch die vertraglich vereinbarte Mindestliquidität pro Einheit wurde reduziert. Für die aktuell 33 Schiffe muss die Reederei insgesamt 25 Millionen Dollar als Reserve bereithalten.
Für vier Schiffe hat Scorpio Bulkers die Zeitcharterverträge vorzeitig beendet. Die Reederei muss im Gegenzug Einmalzahlungen leis ten. Betroffen sind jeweils ein Post-Panamax, Ultramax, Supramax und Handymax. Außerdem vereinbarte Scorpio Bulkers mit chinesischen Werften, Ablieferungen von sechs Kamsarmax- und zwei Ultramax-Einheiten zu verschieben. So stehen die beiden Ultramaxe „SBI Samson“ und „SBI Phoenix“ jetzt erst für das vierte Quartal 2016 zur Übergabe an. Die Ablieferungen der sechs Kamsarmaxe sind nunmehr zwischen dem dritten Quartal 2016 und dem zweiten Quartal 2017 vorgesehen. Die Übergaben verschieben sich damit zwischen einem und drei Quartalen. fab
