Seemanöver im Mittelmeer

Die NATO hat am Montag in Italien die Hauptphase ihres seit 13 Jahren größten Manövers eingeleitet. Es werde zeigen, dass die Allianz jeden Verbündeten gegen jede Bedrohung verteidigen könne, so der stellvertretende Generalsekretär Alexander Vershbow. Bei einer Zeremonie auf der Luftwaffenbasis Trapani auf Sizilien sagte er, die NATO stehe vor einem „sich schnell verändernden Sicherheitsumfeld“, das viel instabiler und potenziell gefähr licher als der Kalte Krieg sei.

An dem Manöver „Trident Juncture“ (der Name geht auf interne NATO-Strukturen zurück) nehmen rund 36.000 Soldaten und Zivilisten teil. Die Bundeswehr schickt 3000 Soldaten – mehr als sie derzeit in all ihren Auslandseinsätzen stellt. Unter dem Kommando des deutschen Generals Hans-Lothar Domröse kommen insgesamt 130 Flugzeuge, 16 Hubschrauber sowie 60 Schiffe und U-Boote zum Einsatz. Rund 30 Länder nehmen teil, darunter auch Nicht-NATO-Mitglieder wie die Ukraine sowie die EU und die Afrikanische Union (AU). Russland wurde als Beobachter eingeladen.

Im Mittelpunkt des Manövers stehen die beiden virtuellen afrikanischen Staaten Kamon und Lakuta und ihr Konflikt um den kostbaren Rohstoff Wasser und die Kontrolle von Staudämmen. Der UN-Sicherheitsrat bittet die NATO um Hilfe, das Bündnis interveniert mit Land-, Luft- und Seestreitkräften. Der Feind wird per Computer simuliert. Der große Truppenaufmarsch soll bis zum 6. November stattfinden. dpa/bre

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