Taiwan: Havarist verliert weiter Öl

Nach der Havarie des Containerschiffes „TS Taipei“ (IMO 9348481) vor der Nordküste Taiwans hat Premierminister Chang San-cheng jetzt gefordert, den Kampf gegen das aus den Treibstofftanks fließende Öl zu verstärken.

„Es läuft nur wenig aus. Aber wir werden die Bergungsaktion beschleunigen“, sagte er am Montag bei der Besichtigung der Unglücksstelle. Innerhalb von zwei Tagen könne das restliche Öl seiner Meinung nach abgepumpt werden. Zudem sollen bald mehrere Container mit chemischem Gefahrgut von Bord geholt werden.

Die 167 Meter lange, 25 Meter breite und mit 15.487 BRZ vermessene „TS Taipei“ war am 10. März auf dem Weg von Hongkong zum taiwanischen Hafen Keelung auf Grund gelaufen. Die 21 Besatzungsmitglieder des 2006 bei Jiangsu Yangzijiang Shipbuilding im chinesischen Jiangyin gebauten 20.615-tdw-Schiffes konnten gerettet werden. Während eines Sturms war der Frachter Medienberichten zufolge am 25. März auseinandergebrochen.

Ein rund zwei Kilometer langer Küstenstreifen im Bezirk Shimen nahe der Hauptstadt Taipeh sei durch die Havarie verschmutzt worden, teilte die Umweltbehörde mit. Mehr als 400 Helfer seien im Kampf gegen den Ölteppich im Einsatz, meldete die staatliche Nachrichtenagentur CNA. In den Treibstofftanks des Schiffes vermuten Experten noch rund 240 Tonnen Öl.

Bei der Bergungsaktion war es am Tag nach der Havarie zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein Hubschrauber stürzte während einer Inspektion des Wracks bei schlechtem Wetter ab. Der Pilot und ein Experte der Küstenwache kamen dabei ums Leben. bre/dpa

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