Tanker erleben „new normal“

Die Tankschifffahrt hat sich im bisherigen Jahresverlauf gut entwickelt, befinden die Analysten von Poten & Partners in ihrem aktuellen Marktbericht.

„Nicht zu heiß, nicht zu kalt, genau richtig“, lautet das Zwischenfazit. Die Charterraten seien gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Tankermarkt sei jedoch nicht so volatil, dass er zu irrationalem Handeln anrege. Das aktuelle Niveau der Neubauabschlüsse sei ein Indikator für ein „new normal“.

Anders klingt die Einschätzung von verschiedenen Reedern und Managern in einer aktuellen Veröffentlichung: Die Tankschifffahrt sei für ihre Volatilität bekannt. Nur wenige Ausschläge in der Historie seien mit der Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate vergleichbar. Neue Vorschriften für den Kraftstoff, weltweit sinkende Nachfrage, die Befürchtung, dass zu viel produziert wird, und Unsicherheiten über die Zukunft des Öls bestimmten die Schlagzeilen. Der drastisch gefallene Ölpreis habe die Bunkerkosten jedoch deutlich sinken lassen – mit positiven Effekten für den Spotmarkt. Es sei fraglich, wie lang dieser Effekt noch Wirkung zeige.

Nach Schätzungen von Drewry setzt die Öltankerflotte zu einem Höhenflug an, der sein Hoch im kommenden Jahr erreichen wird. Das jährliche Flottenwachstum werde auf vier Prozent steigen (THB 11. Februar 2015). fab

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