Tausende protestieren gegen Nicaraguakanal

Mehrere Tausend Landbewohner haben in Nicaragua gegen ein geplantes Kanalprojekt protestiert. Damit soll der Atlantik mit dem Pazifik verbunden werden.

An einem Marsch in der Stadt Juigalpa, rund 130 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt, nahmen am Samstagabend (Ortszeit) auch Oppositionspolitiker, Menschenrechtler und Umweltschützer teil. Sie forderten eine Aufhebung des "Gesetzes 8402. Damit wurde der Bau des 278 Kilometer langen Kanals genehmigt. Einige warfen Präsident Daniel Ortega vor, er verkaufe das "Vaterland" Nicaragua.

Die Kosten für das vom chinesischen Investor HKND Group aus Hongkong geleitete Projekt werden auf 50 Milliarden US-Dollar (45,6 Milliarden Euro) geschätzt. Offiziell begannen die Bauarbeiten vor fünf Monaten.
Fertig sein soll der Kanal Ende 2019. Das Vorhaben ist allerdings weiter umstritten, weil Zweifel an Umsetzbarkeit, Umweltverträglichkeit und Bedarf für den Kanal bestehen. Das zweitärmste Land Lateinamerikas erhofft sich von dem Bau einen wirtschaftlichen Aufschwung. dpa

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