Umbaupläne für Kristiansand
Der Hafen Kristiansand muss im Zuge eines in den kommenden Jahren geplanten Stadtentwicklungsprojektes Flächen räumen und Betriebe umsiedeln. Bei dem Standort handelt es sich nach Oslo um den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in Norwegen bei Verbindungen in Richtung EU-Gebiet. Von den Maßnahmen sind die Abfertigung des Fährverkehrs und der Containerumschlag betroffen. Norconsult wird die Hafengesellschaft Kristiansands Havn HF für die kommenden drei Jahre beratend unterstützen.
Der Umbau des Hafens soll schrittweise laufen. Auslöser ist der Wunsch der Stadt Kristiansand, die Fläche des derzeitigen Containerhafens Lagmannsholmen für städtebauliche Vorhaben zu nutzen. Das bedeutet eine Verlagerung des Hafens nach Nordosten in Richtung Kongsgård in der Gemeinde Vige. Dafür ist ein Zeitrahmen von 10 bis 15 Jahren vorgesehen. Das zweite bedeutende Projekt ist der Ausbau der Fernstraße E39, die zusammen mit der E18 direkt am Hafen vorbeiführt.
Der vergrößerte Platzbedarf führt dazu, dass der Fährterminal für den Dänemarkverkehr mit Color Line und Fjord Line weiter in Richtung Meer verlegt wird. Entsprechend geändert werden auch die Zufahrten auf der Straße und über die Schiene. Außerdem ist zur Verbesserung der Luftqualität vorgesehen, dass Schiffe während der Liegezeit einen Landstromanschluss nutzen.
Fjord Line hatte zuletzt einen neuen Hochgeschwindigkeitskatamaran für die Route Kristiansand–Hirtshals bestellt (thb.info 23. August 2017). jpn/fab
