Zahlreiche Erstanläufe im Norden

Die „Conti Everest“ fährt erst seit kurzem unter ihrem Originalnamen und machte jetzt erstmals in Hamburg fest, Fotos: Hasenpusch

Die „Munchen Bridge“ schließt für UASC eine 6er-Serie ab

Der 61.000-tdw-Neubau „Noni“ von der Reederei Nomikos

Die „Western Mandal“ (61.285 tdw) legte einen Zwischenstopp in Bremen ein

Die „Tihama“ auf ihrer Jungfernfahrt am Eurogate-Terminal
Das verlängerte Wochenende über die Osterfeiertage bescherte Hamburg mehrere bemerkenswerte Erstanläufe.
So stellte sich jetzt die „Conti Everest“ (IMO 9286231)erstmals in der Elbmetropole vor. Der 8073 TEU tragende Frachter mit 700 Kühlcontaineranschlüssen war zum Zeitpunkt seiner Ablieferung im Jahr 2004 das größte Containerschiff weltweit. Die „Conti Everest“ war für den Ausbau des Transits von Fernost nach Nordamerika und Europa entwickelt worden. Mit Eröffnung des neuen Panamakanals wird das Schiff auch diese Wasserstraße passieren können. Das Mitglied im Conti-Einnahmepool für Containerschiffe machte jetzt im Hamburger Hafen am Terminal Eurogate fest.
Manager des mit 90.745 BRZ vermessenen Schiffes ist die Reederei NSB Niederelbe. Das 334 Meter lange und 43 Meter breite Schiff entstand bei der koreanischen Hyundai-Werft. Mit einer Tragfähigkeit von 101.661 Tonnen erreicht der Carrier einen Tiefgang von 14,50 Metern. Gleich nach Werftübergabe war das Schiff in Langzeitcharter für CMA CGM als „CMA CGM Hugo“ in Fahrt. Als Antrieb kommt ein 68.640 Kilowatt leistender MAN-B&W-Motor vom Typ 12K98MC zum Einsatz, der das Schiff auf eine Geschwindigkeit von maximal 25,6 Knoten bringt.
Im Dezember 2015 erfolgte die Umbenennung des Carriers, der seitdem erstmals unter seinem Originalnamen unterwegs ist. Nach Hamburg kam das von Bureau Veritas klassifizierte Schiff mit Ladung für die Mediterranean Shipping Company.
Die japanische Reederei “K” Line war jetzt mit ihrem Megaboxer-Neubau „Munchen Bridge“ (IMO 9706750) in Hamburg vertreten. Der 366 Meter lange 14.000-TEU-Frachter war im August 2015 in Dienst gestellt worden. Mit einer Breite von 51,20 Metern lassen sich auf dem Schiff 20 Containerreihen nebeneinander stauen. Das mit 150.709 BRZ vermessene Schiff mit einer Tragfähigkeit von 147.500 tdw entstand auf der japanischen Imabari-Werft.
Einen weiteren Erstanlauf in Hamburg bescherte der UASC-Megaboxer „Tihama“ (IMO 9736107). Das 400 Meter lange und 59 Meter breite 18.691-TEU-Schiff schließt für United Arab Shipping eine Sechser-Serie ab. Auf ihrer Jungfernfahrt machte die „Tihama“ am Eurogate-Terminal fest. Der unter der Flagge Maltas fahrende Carrier mit 195.636 BRZ und einer Tragfähigkeit von 199.900 tdw entstand auf der Hyundai-Werft und erreicht eine Geschwindigkeit von 18 Knoten.
Der neue Schwergutfrachter „Chipolbrok Pacific“ (IMO 9710177) des langjährigen Hafen-Hamburg-Stammgastes Chinese-Polish Shipping stellte sich am Sonntag auf seiner Jungfernreise in der Elbmetropole vor, wo das Schiff am Schuppen 80/81 des Buss-Hansa-Terminals erstmals die Leinen festmachte. Bei diesem Frachter handelt es sich um die erste Einheit einer Vierer-Serie eines neuen Typs (THB 22. März 2016). Die Schiffe entstehen bei Shanghai Ship yard und sind bis August 2016 abzuliefern.
Auch in Bremen gab es über die Feiertage einige Premieren, darunter die Ankünfte von zwei Bulker-Neubauten. Die „Western Mandal“ (IMO 9727297) erreichte die Hansestadt am Samstag. Gebaut wurde das Massengutschiff der Reederei Western Bulk aus Norwegen bei Imabari in Japan. Der 61.285-tdw-Carrier ist mit 34.778 BRZ vermessen. Tags zuvor hatte die „Noni“ (IMO 9711432) erstmals in Bremen festgemacht. Der 61.000-tdw-Neubau der griechischen Reederei Nomikos Transworld Maritime mit 35.000 BRZ ist auf den Marshall-Inseln registriert und war von Cosco Nantong Shipyard in China abgeliefert worden. fab
