Zwei Frachter gekapert

Nachdem die Piraterie im Golf von Aden durch den internationalen Militäreinsatz und den Bürgerkrieg im Jemen nahezu zum Erliegen gekommen ist, verschärft sich die Situation in Südostasien erneut. Im Südchinesischen Meer – derzeit wegen der Aufschüttung künstlicher Inseln durch China um das Spratly-Atoll ein kritisches Fahrtgebiet – haben bewaffnete Piraten zwei Schiffe gekapert.

Der Produktentanker „Orkim Victory“ wurde vor der zu Malaysia gehörenden Vulkaninsel Pulau Aur von Kriminellen aufgebracht und ausgeraubt. Der unter der Flagge Malaysias fahrende Tanker war von Sundau Udang nach Kuantan unterwegs, als Bewaffnete den 7119 tdw tragenden Frachter kaperten. Das Schiff lief anschließend mit sechs Knoten Geschwindigkeit auf Pulau Aur zu, dann riss das AIS-Signal ab. Wie die Küstenwache zwischenzeitlich ermittelte, wurde die Ladung abgepumpt.

Kurz zuvor gab es ebenfalls im Südchinesischen Meer einen Übergriff auf den unter der Flagge Indonesiens laufenden Holzfrachter „KM Mutiara“. Bewaffnete Männer kaperten von Schnellbooten aus das Schiff vor der zu Indonesien gehörenden Insel Pulau Bangka. Die Behörden wurden auf die Kaperung aufmerksam, weil Fischer die Besatzung retteten und auf ein unbeleuchtetes Schiff in einer Bucht bei Pulau Bangka hinwiesen. In beiden Fällen hat die Küstenwache Ermittlungen aufgenommen. Die Auslöser sind noch unklar, ein terroristischer Hintergrund wird aber nicht ausgeschlossen. pk

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben