AIDA mischt Karten für Mittelmeer neu

Auf vielen Meeren zu Hause: die zum Carnival-Konzern gehörende Reederei AIDA Cruises , Foto: Behling
Das Mittelmeer galt bislang als vielversprechende Kreuzfahrtdestination. Doch politische Unruhen, Terroranschläge und Wetterkapriolen trüben die Stimmung in diesem Fahrtgebiet.
Bei AIDA Cruises hat man schon vor einigen Monaten eine Art Neubewertung dieses hinsichtlich seiner touristischen, kulturellen und klimatischen Rahmenbedingungen prinzipiell inter essanten Seegebiets vorgenommen; das heißt auch, es kommt zu Anpassungen in der aktuell zehn Schiffe umfassenden Flotte.
Eigentlich sollte zumindest eines dieser Luxusschiffe während des Winterhalbjahrs im Mittelmeer kreuzen. Doch die „AIDAstella“ hat am vergangenenen Donnerstag den Suezkanal mit Ziel Dubai passiert. Die „AIDAaura“ wird am 20. November als letztes Schiff aus der Kussmund-Flotte im ägyptischen Port Said den Transit durch den Suezkanal antreten, ebenfalls mit Kurs auf Dubai.
Die Entscheidung zur Neuausrichtung der Mittelmeer-Präsenz ist auch im Licht der erheblichen Ablieferungsverzögerungen der neuen, bei Mitsubishi entstehenden „AIDAprima“ zu sehen. Das künftige Flaggschiff der Reederei sollte eigentlich von Dubai aus an der Arabischen Halbinsel eingesetzt werden. Nach Auswertung einer Nachfrage bei den Passagieren wurden die für die „AIDA stella“ geplanten Mittelmeer-Reisen kurzerhand gestrichen und das Schiff als Ersatz für die „AIDAprima“ in den Persischen Golf verlegt.
In jedem Fall hat die Reederei ihre Präsenz in den USA und der Karibik aufgestockt. In New York, Port Canaveral und in Miami gab es in den vergangenen Tagen Doppelanläufe von AIDA-Schiffen. Am 12. November waren die „AIDAmar“ und die „AIDAvita“ zusammen am Kreuzfahrtterminal in Miami – eine Premiere: Noch nie zuvor lagen gleich zwei Schiffe der Reederei in Miami, dem Heimathafen der Muttergesellschaft Carnival Corporation. Unter deren Dach sind neben AIDA auch Costa und Cunard vereint.
Die „AIDAvita“ und die „AIDA mar“ verkehren zusammen mit der „AIDA diva“ sowie der „AIDAluna“ bis zum Frühjahr 2016 in der Karibik. Die drei letztgenannten, auf der Papenburger Meyer Werft gebauten Luxusschiffe werden von La Romana (Dominikanische Republik) aus eingesetzt. Die „AIDA vita“ hat Miami als Basishafen. Damit fahren erstmals Schiffe mit einer Bettenkapazität von 10.000 Paxen während der Wintermonate in der auch bei deutschen Gästen immer beliebter werdenden Karibik. Die „AIDAvita“ wird im Winter auch schwerpunktmäßig die USA als Ziel haben. Das 2002 von der Aker Werft in Wismar gebaute Schiff steuert von Miami aus die US-Golfküste an. Höhepunkt im Fahrplan sind zweitägige Besuche in New Orleans. Dort wird das Schiff zum ersten Mal am 26. November erwartet. EHA/FB
