„Berlin“ startete in die Nordlandsaison

Der Cruise-Liner „Berlin“ wurde 1980 bei HDW in Kiel gebaut, Foto: Eckardt
Das ehemalige TV-Traumschiff „Berlin“ (IMO 7904889) ist jetzt erstmalig in dieser Saison von der Bremerhavener Columbuskaje zu einer vierzehntägigen Reise nach Norwegen aufgebrochen – voll ausgebucht mit 400 Passagieren.
Noch sechs weitere Male wird sie in diesem Sommer Kurs auf das Columbus Cruise Center in Bremerhaven – als einzigen deutschen Anlaufhafen – nehmen, bevor sie im September dann wieder Südeuropa und das Mittelmeer ansteuert.
Seit dem vergangenen Jahr verkehrt die „Berlin“ wieder unter ihrem ursprünglichen Taufnamen. Zuvor wurde das in Charter von FTI Cruises eingesetzte Kreuzfahrtschiff unter der Markenbezeichnung „FTI Berlin“ vertrieben. Die von 1986 bis 1998 als Fernseh-„Traumschiff“ bekannte „Berlin“ wurde 1980 bei HDW in Kiel für die Reederei Deilmann erbaut und fuhr zwischen 1982 und 1985 als „Princess Mashuri“. Auf der Rendsburger Nobiskrug-Werft erhielt sie dann eine Verlängerung um 16,8 auf 139,3 Meter, so dass sie anschließend über 210 Kabinen für 420 Passagiere verfügte. Ende 2004 wurde die „Berlin“ in Genua aufgelegt und im Frühjahr 2005 an den britischen Kreuzfahrtveranstalter Saga Cruises verkauft. Danach absolvierte sie eine Saison für den russischen Anbieter Metropolis Tur als „Orange Meldoy“ in europäischen Gewässern. Nach einem erneuten Umbau, bei dem die Kapazität von 420 auf 352 Passagiere reduziert wurde, verkehrte das Schiff als „Spirit of Adventure“ für Saga Cruises.
Mittlerweile sind an Bord kaum noch Originalelemente aus der Zeit als TV-„Traumschiff“ vorhanden, da das Innendesign nach mehreren Umbauten moderner und schlichter geworden ist – ohne Plüsch und Goldverzierungen. bre/CE
