Cruise-Geschäft ausgebaut

Für das kommende Jahr sind bislang 127 Anläufe avisiert, Foto: Scheer
Am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven wird für das laufende Jahr eine Rekordabfertigung erwartet. 260.000 Fahrgäste sollen bei 115 Anläufen an der Columbuskaje an Bord gehen. Damit würden sich die Passagierzahlen in Bremerhaven innerhalb von vier Jahren fast vervierfachen. 2016 lag die Zahl bei 66.000 Gästen. Für 2020 sind bislang 127 Anläufe angekündigt. Die Marke von 300.000 Kreuzfahrtgästen kommt damit in Reichweite.
Neben Phoenix Reisen mit 50 Anläufen, Tui Cruises mit 21, Transocean mit 17 und Costa Kreuzfahrten mit 15 Anläufen ist in diesem Jahr auch Aida Cruises in Bremerhaven vertreten. Die „Aidacara“ wird drei Mal zu Gast sein. Transocean, ein Unternehmen der britischen CMV-Gruppe, nutzt den Terminal in diesem Jahr für eine Schiffstaufe. Der kommende Neuzugang „Vasco da Gama“ wird derzeit in Asien umgebaut. Am 9. Juni soll es dann die erste Cruise-Taufe an der Unterweser seit 23 Jahren geben. Phoenix Reisen wird in diesem Jahr das fünfte Schiff der Flotte übernehmen und die „Amera“, die derzeit noch als „Prinzendam“ verkehrt, am 16. August im Columbus Cruise Center taufen.
Für den Bremerhavener Terminal wünschen sich alle Kreuzfahrtveranstalter eine zügige Umsetzung der vom Bremer Senat bereits beschlossenen Sanierung der Columbuskaje und die weitere Öffnung des Terminals in Richtung Innenstadt. Knapp 80 Millionen Euro wird es zunächst kosten, um die inzwischen 90 Jahre alte Kaje für den Kreuzfahrtbetrieb dauerhaft sicherzustellen. Nach Abschluss aller Planungen durch Bremenports soll 2021 mit dem Bau begonnen werden – bei laufendem Kreuzfahrtbetrieb. Dabei soll auf einer Länge von rund 800 Metern eine neue Spundwand rund 20 Meter vor der alten Kaje in den Boden gesetzt werden. CE/fab