Entlastung für Cruise-Reeder

Deutschland und andere europäische Länder wollen in der Corona-Krise Kreuzfahrtreedereien entlasten, um Jobs in der Werftindustrie zu schützen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, haben sich Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien und Norwegen auf Prinzipien verständigt, wie Reedereien auf Antrag für ein Jahr die Schuldentilgung für die mit staatlichen Exportkreditgarantien finanzierten Kreuzfahrtschiffe aussetzen können. Damit solle „Liquiditätskrisen“ vorgebeugt werden.

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU), erklärte, mit dem Schritt würden die Geschäftsbeziehungen der europäischen Werften stabilisiert. „Das war dringend notwendig, da das Kreuzfahrtgeschäft aufgrund der Corona-Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen ist.“ Die Maßnahmen dienten auch dem Schutz Tausender Arbeitsplätze.

Deutschland sichert laut Bundeswirtschaftsministerium aktuell Zahlungsverpflichtungen für Finanzierungen von in Deutschland gefertigten Kreuzfahrtschiffen in Höhe von rund 25 Milliarden Euro ab.  bek/dpa

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