Flusskreuzfahrt wächst weiter

Daniel Thiriet, Foto: Arndt
Die in der europäischen Flusskreuzfahrt tätigen Reedereien wünschen sich einen Ausbau der Liegeplatzkapazitäten in den Binnenhäfen.
Dafür sprach sich Daniel Thiriet, Vizepräsident der IG River Cruise, am Rande der „Seatrade Europe“ im THB-Gespräch aus. Wie die Hochseekreuzfahrt erfreut sich auch die Flusskreuzfahrt eines wachsenden Zuspruchs. Allerdings mit ganz anderen Passagierzahlen. Von den knapp 900.000 Passagieren in Europa im vergangenen Jahr kamen rund 416.000 Reisende aus Deutschland. Thiriet: „Das waren gut 9000 mehr als im Jahr zuvor.“ Was die Ausweisung von weiteren Liegeplätzen in Häfen oder direkt im Strom beziehungsweise innerhalb eines Kanalnetzwerkes angeht, hängt die Bereitschaft dazu nach seiner persönlichen Erfahrung „auch oftmals vom jeweiligen Bürgermeister ab, der einfach erkennt, welche interessanten wirtschaftlichen Impulse für die regionale Wirtschaft auch mit der Flusskreuzfahrt verbunden sind“.
Die Branche selbst trägt der positiven Marktnachfrage unter anderem durch einen weiteren Flottenausbau Rechnung. Auf 30 neue Einheiten 2015 werde auch 2016 eine ähnlich große Anzahl folgen. Thiriet: „Das bedeutet auch: Wir brauchen unbedingt Fachpersonal. Vor allem bei den Kapitänen besteht dabei ein gewisser Engpass.“ EHA
