Frankreichs Schiffbauer jubeln

Ein großer Tag für den Schiffbaustandort Frankreich. Mit gleich drei Großprojekten im Kreuzschifffahrts-Segment initiiert die Reederei MSC Cruises ein Investitionsprogramm im Gesamtwert von 6,5 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen jetzt mit.

Partner der ersten Wahl für das ehrgeizige Expansionsprogramm ist dabei die französische Werft Chantiers de l’Atlantique in St. Nazaire. Beim renommierten Schiffbau-Unternehmen hat die von Genf aus geführte Reederei jetzt Verträge über das Auftrags-Trio unterzeichnet.

Im ersten geht es um den Bau von zwei weiteren Passagierschiffen mit einem umweltfreundlichen LNG-Antrieb. Die beiden Neubauten werden dabei der sogenannten „World“-Klasse zugeordnet. Ihre Ablieferung ist für den Zeitraum 2025 bis 2027 vorgesehen, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Auftragswert beläuft sich dabei auf rund zwei Milliarden Euro.

Die in Paris vollzogene Vertragsunterzeichnung blieb auch dem französischen Premierminister Édouard Philippe nicht verborgen. Verträge von dieser Bedeutung für die Wirtschaft Frankreichs würden nicht jeden Tag unterschrieben, ergänzte Philippe.

Dass die beiden bestellten Kreuzfahrtschiffe zudem mit Flüssigerdgas betrieben werden sollen, zeige auch den Willen der Reederei, zu Antriebsarten zu wechseln, die weniger Schadstoffe produzierten, führte der Premierminister weiter aus. Die Schiffe sollten 2025 und 2027 ausgeliefert werden.

In zwei weiteren Absichtserklärungen zwischen der Werft und der Reederei geht es nach ergänzenden Informationen aus dem Élysée-Palast im einzelnen um diese Vorhaben. Erstens: die Entwicklung eines neuen Prototyps einer LNG-betriebenen Schiffsklasse, die unter der Marke MSC Cruises betrieben werden soll. Dabei werden sich die Reederei, die Werft und andere Partner bei dem Projekt auf die Entwicklung neuer Umwelttechnologien im Hinblick auf die IMO-Vorgaben für 2030 und 2050 konzentrieren. Die Investition der vier geplanten Einheiten wird von der Reederei mit über vier Milliarden Euro veranschlagt.

Last but not least geht es im dritten Teilpaket um die Entwicklung eines weiteren Prototyps. Der Hauptantrieb für diese Schiffe orientiert sich dabei am großen Ziel „emissionsfrei“. Windkraft soll die eher auf das Cruise-Luxussegment zugeschnittenen Schiffe künftig antreiben. EHA/CE/dpa

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