Mais-Frachter kollidiert mit „A-Rosa Aqua“

Die „A-Rosa Aqua“ war nach Angaben der Reederei von Amsterdam nach Basel unterwegs, Foto: Eckardt
Das Flusskreuzfahrtschiff „A-Rosa Aqua“ ist am Montagvormittag auf dem Rhein bei Düsseldorf frontal mit einem holländischen Frachtschiff kollidiert. Bei dem Zusammenstoß seien elf Passagiere leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit.
Die Ursache der Kollision steht noch nicht fest. Wie groß der Schaden an der „A-Rosa Aqua“ ist, wird derzeit von Gutachtern geprüft. Bei der Kollision mit dem mit Mais beladenen Frachtschiff „Marjo-R“ wurde der Bug des Flusskreuzfahrtschiffes erheblich beschädigt.
Die Feuerwehr schickte mehrere Rettungsboote, das große Feuerlöschboot, die Taucherstaffel, zwei Löschzüge und eine Vielzahl an Rettungsdiensteinheiten sowie auch ein zweites Löschboot aus Krefeld in den Düsseldorfer Norden. Der Kapitän des Passagierschiffes fuhr, in Absprache mit den Einsatzkräften und dem Wasser- und Schifffahrtsamt, nach der Kollision weiter stromauf, um dann am Anleger Schnellenburg festzumachen. Parallel begleitete das Rettungsboot der Feuerwehr das Schiff zum Anleger. Dort wurden die rund 230 Personen an Bord von Notärzten und Rettungsassistenten untersucht. Drei von ihnen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Feuerwehrkräfte begutachteteten in der Zwischenzeit gemeinsam mit der Crew das Schiff. Am Bug war eine deutliche Verformung erkennbar, allerdings drang kein Wasser ein, und das Schiff verlor auch keine Betriebsstoffe.
Anders sah es beim zweiten Havaristen aus. Die „Marjo-R“ lag bei Rheinkilometer 754 manövrierunfähig im Wasser. Im Bug drang Wasser ein, das jedoch durch eine erste Schottwand gestoppt wurde. Die Spezialisten des Feuerlöschbootes gingen an Bord und setzen vorsorglich Pumpen ein, damit die Lage weiter stabil blieb. Der Frachter verlor geringe Mengen an Treibstoff. In Absprache mit dem städtischen Umweltamt, der Wasserschutzpolizei und dem Wasser- und Schifffahrtsamt wurde die Menge als gering eingestuft, ohne Gefährdung für die Umwelt.
Nach ersten Informationen der Polizei soll sich der Kapitän des stromaufwärts fahrenden Frachters falsch verhalten haben. Vermutet wird außerdem ein technischer Defekt, möglicherweise funktionierte das Bugstrahlruder nicht. Weil die Fahrrinne des Rheins durch die lange Trockenheit ziemlich schmal ist, kommen sich Schiffe dort zurzeit sehr nah. bre/CE

