MSC Cruises mit großen Plänen in Kiel

Die Kreuzfahrtreederei MSC Cruises will Kiel in den kommenden Jahren zu ihrem wichtigsten deutschen Basishafen machen.

Einen entsprechenden Fünfjahresvertrag für die bevorzugte Nutzung des Ostuferhafens unterzeichneten Reederei-Vorstand Pierfrancesco Vago und Kiels Hafenchef Dirk Claus jetzt an Bord der „MSC Meraviglia“. Zugleich nahm der neu ausgerüstete Kreuzfahrtterminal den Betrieb auf.

„2020 wollen wir im Kieler Hafen die Kreuzfahrtreederei Nummer eins werden“, sagte Vago. „In Kiel haben wir 2005 mit dem ersten Schiff 450 Passagiere abgefertigt.“ Jetzt werde die Schleswig-Holsteinische Landeshauptstadt das Tor zur Ostsee und zu den Fjorden Norwegens. Entscheidend seien dabei die Nähe zum Großen Belt sowie die Infrastruktur vor Ort. Am Ostuferhafen stehen MSC Cruises jetzt eine 400 Meter lange Kaianlage mit zehn Meter Wassertiefe und fast 8000 Quadratmeter Terminalfläche zur Verfügung.

Auch erste Ziele gab Vago bereits bekannt: „In diesem Jahr werden wir 198.000 Passagierbewegungen in Kiel haben. Das sind 41 Prozent mehr als 2018.“ Im nächsten Jahr sollen zwei Schiffe ab Kiel eingesetzt werden. „Das werden dann 280.000 Passagierbewegungen sein“, so Vago.

Einen ersten Rekord brach die Reederei bereits: Mit der „MSC Meraviglia“ machte das für den Hafen Kiel bislang größte Kreuzfahrtschiff fest. Das mit 171.598 BRZ vermessene Schiff übertraf damit die „Regal Princess“ (142.714 BRZ), die ab 2015 an der Spitze stand. 5300 Passagiere kamen in Kiel an, mehr als 5000 neue gingen 12 Stunden später an Bord.

Beim Hafen ist man zufrieden: „So ein Schiff ist für uns natürlich eine Herausforderung. Aber wir haben uns lange darauf vorbereitet und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagte Jens-Broder Knudsen von der Agentur Sartori & Berger, die MSC Cruises in Kiel betreut. FB/ger

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