Nächster Cruiser mit Coronavirus-Verdacht
Neuer Coronavirus-Verdacht an Bord eines Kreuzfahrtschiffes: In Hongkong sind am Mittwoch die mehr als 1800 Passagiere der „World Dream“ (IMO 9733117) festgesetzt worden. Wie chinesische Behörden mitteilten, war das Virus bei drei Menschen festgestellt worden, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Reederei Dream Cruises gereist und am 24. Januar wieder von Bord gegangen waren.
Drei Mitglieder der Besatzung litten an Fieber, sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert, wie die Gesundheitsbehörde des Hafens mitteilte. Mehr als 20 weitere Crew-Mitglieder würden untersucht, sagte Behördenleiter Leung Yiu-hong. Zunächst war unklar, wie lange das Schiff nun in Hongkong bleiben muss.
An Bord des in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ (IMO 9228198) sind inzwischen zehn Fälle des Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. An Bord des Schiffes sind auch einige deutsche Staatsangehörige, zu den Infizierten gehören sie aber nicht. Wie die Reederei Princess Cruises am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crew-Mitglied von den Philippinen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind acht deutsche Passagiere weiter an Bord des Schiffes. „Die Botschaft steht bereits im direkten Kontakt mit einigen dieser Passagiere“, teilte die Deutsche Botschaft in Tokio mit. Ihnen soll es gut gehen.
Die zehn positiv auf den Erreger getesteten Menschen wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. bek/dpa
