Neubau mit Umweltanspruch

Das erste von drei neuen Expeditionskreuzfahrtschiffen der Reederei Hapag-Lloyd Cruises, die „Hanseatic Nature“, ist jetzt mit mehreren Wochen Verspätung in Hamburg getauft worden. Taufpatin am Kreuzfahrtterminal Altona war Isolde Susset, die Leiterin des Bereichs Expeditionsreisen der Reederei.

Die auf der norwegischen Vard-Werft gebaute „Hanseatic Nature“ soll von nun an mit einem besonders umweltschonenden Schiffsbetrieb überzeugen. „Wir haben die Verantwortung, die Natur zu schützen und zu bewahren“, sagt Karl Pojer, Vorstand von Hapag-Lloyd Cruises. Kein Tropfen Abwasser darf den Rumpf verlassen, Plastik wird an Bord vermieden und die Abgase der Motoren werden durch SCR-Katalysatoren gereinigt.

Reederei-Projektleiter Henning Brauer ist auf das Schiff besonders stolz: „Ein normales Kreuzfahrtschiff hat 15 bis 20 Tage Seeausdauer. Unsere Neubauten sind so ausgerüstet, dass sie Proviant und Treibstoff für bis zu 36 Tage an Bord nehmen können.“ Mit solchen Kapazitäten könnten Transporte mit Nachschub in die entlegenen Reisegebiete der „Hanseatic Nature“ reduziert werden. Indes setzt die Reederei für ihren Neubau auf Marinediesel als Treibstoff. „Der Einsatz von LNG war für uns keine Lösung“, sagt Brauer. „Da wo wir hinfahren, gibt es keine Möglichkeit zur Versorgung von Schiffen mit LNG.“

Die „Hanseatic Nature“ ist 138 Meter lang und 22 Meter breit. An Bord ist Platz für bis zu 230 Passagiere, in ökologisch besonders sensiblen Fahrtgebieten soll die Zahl der Fahrgäste auf 199 begrenzt werden. Zum Einsatzgebiet gehören arktische Gewässer, die Südsee und der Amazonas. Mit der „Hanseatic Inspiration“ planmäßig im kommenden Oktober und der „Hanseatic Spirit“ im Frühjahr 2021 folgen auf die „Hanseatic Nature“ zwei Schwesterschiffe. FB/ger

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